Bruxismus Behandlung
Bruxismus ist eine tagsüber oder nachts auftretende parafunktionelle Aktivität, die sich durch Pressen und Knirschen der Zähne manifestiert. Die primären schädlichen Auswirkungen sind übermäßige Abnutzung und gelegentlich Frakturen an Zähnen und Zahnersätzen. Die Heufigkeit der Krankheit reicht von 5% – 20%.
Ursachen der Bruxismus:
- Stress, Angst: Bei Angststörungen und Stressbelastung wird oft eine mögliche Kausalbeziehung mit Bruxismus angegeben. In Untersuchungen wurde ein Zusammenhang zwischen Bruxismus und Stressbelastung erkannt. Chronische Knirscher sind unruhig und hyperaktiv. Knirscher sind stärtker für Angststörungen prädisponiert. Es gibt außerdem Angaben, wonach etwa zwei Drittel der Patienten mit Bruxismus glaubten, dass Stressbelastung und Angst die Ursache für ihren Bruxismus seien oder die Symptome verstärkten. Eine Studie fand eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Schlafbruxismus und einem erhöhten Angstniveau.
- Okklusale Interferenzen: Morphologische Gegebenheiten wie z.B. Störkontakte können als primäre Ursachen von Bruxismus eine Rollen spielen, unter der Voraussetzung, dass bei sorgfältig ausgewählten Patienten eine gut abgestimmte Beseitigung der okklusalen Interferenzen über einen ausreichend langen Zeitraum hinweg stattfindet. Versuche weisen auf die Bedeutung okklusaler Interferenzen für Bruxismus hin. Als okklusale Interferenzen sollten solche okklusalen Kontaktbeziehungen verstanden werden, die aktiv mit Funktion oder Parafunktion interferieren.
- Schlafstörungen: Es konnte festgestellt werden, dass in 86% der untersuchten Fälle Bruxismusperioden mit Aufwacheffekten verknüpft waren.
Therapie für Bruxismus
Die Behandlung von Patienten mit Bruxismus ist vor allem auf die Verhinderung der schädlichen Auswirkungen von Pressen und Knirschen gerichtet. Um einen Behandlungserfolg zu erzielen, muss geklärt werden, ob das Ziel der Schutz der Zähne oder die Beseitigung der Ursache von Pressen und Knirschen ist. Für eine korrekte Gestaltung und Anfertigung einer Stabilisierungsschiene zum Schutz vor den Auswirkungen von Bruxismus müssen okklusale Interferenzen, die dem im Wege stehen, beseitigt werden.